FUE oder STRIP? Welche Methode ist "besser" ?
Die heutige rekonstruktive Haarchirurgie verfügt über zwei Methoden zum Erwerb der Haarimplantate. Eine von ihnen ist die so genannte STRIP – Methode (vom engl. Streifen).Sie besteht darin, einen Streifen behaarter Haut aus dem Hinterkopfbereich zu entnehmen und ihn danach so zu teilen (mit Hilfe optischer Instrumente), dass einzelne Haarimplantate entstehen. Nach der Entnahme wird die Wunde vernäht, so das nur eine feine, lineare Narbe von etwa Beistiftstärke verbleibt.
Das Haar das am Entnahmeort verbleibt muss ausreichend sein um ein natürliches Aussehen des Hinterkopfes sicherzustellen (Hinterhaupt)
Die FUE Methode (follicular unit extraction) ist eine andere Technik, bei der einzelne Hautzylinder mit Haarfollikeln entnommen werden. Nach der Präparation der Implantate jedoch, verläuft die weitere Behandlung in beiden Fällen absolut identisch. Sie werden im Empfangsbereich, nach allgemein gebräuchlicher Methode, in die oberen Hautschichten integriert. Beide Methoden unterscheiden sich also nur in der „Entnahmetechnik“ und es wird davon ausgegangen, dass dieser Unterschied keinen Einfluss auf das Wachstum im „Empfängerareal“ hat.
STRIP wird von Patienten als „ alte Methode“ bezeichnet und FUE als „neue “. Ist das richtig?
Vor zehn Jahren sprach man über FUE als Ersatz für die STRIP Methode. Diese Ansicht wird heute nicht mehr vertreten, denn nach ein paar Jahren hat sich herausgestellt, dass die STRIP Entnahmen weder veraltet noch überflüssig sind. Beide Methoden haben ihre Vor – und Nachteile . Sie sind notwendig und ergänzen sich, um die unterschiedlichen Haarprobleme zu lösen.
Die Narbe im okzipetalen Bereich (Hinterkopf) ist ein ernstes Problem für viele Patienten und seit vielen Jahren wurde die FUE Methode beworben als Technik, die keine Narben hinterlässt. Die überwiegende Mehrheit der Patienten hat nach einem STRIP – Eingriff nur kleine, lineare Narben, die sich leicht durch das oberhalb der Narbe wachsende Haar verdecken lassen. Es ist jedoch Tatsache, dass diese lineare Narbe bei der FUE Methode durch zahlreiche, kleine, ovale Entnahmepunkte ersetzt wird. Diese Punkte sind bei feuchtem Haar häufig sichtbar und wenn die Haut gedehnt oder rasiert wird. Sie erscheinen dann als helle (Narben-) Punkte oder dunkle Flecke im Fall ihrer Verfärbung.
Auch kann es nach der Behandlung am Hinterkopf zu unterschiedlichen Schattierungen kommen, zwischen der großflächigen Entnahmeregion und der restlichen Fläche, aus der nichts entnommen wurde. Bei der STRIP Technik entstehen diese Schattierungen nicht, weil beim Schließen der Wunde zwei Hautareale mit gleicher Haardichte miteinander verbunden werden.
Der Vergleich beider Methoden wirft aber noch weitere Fragen auf. Eine davon betrifft das „Überleben“ der Grafts. Die nach der FUE Methode erworbenen Transplantate sind dünn und haben weniger Gewebe um die Haarfollikel herum. Deswegen sind sie anfälliger für das „Austrocknen“ der Transplantate. Auch wenn sie während der Behandlung in Nährflüssigkeit gelagert werden, können sie mangels fehlender Gewebemasse nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen. Das ist ein Hauptfaktor der während des operativen Eingriffs zu Beschädigungen der Haarwurzeln führt. Auch werden die Transplantate der FUE – Methode bei der Entnahme größeren mechanischen Belastungen ausgesetzt. Sie werden gedrückt, gezogen und die einzelnen Haarfollikel unterliegen dem Pressdruck der feinen Entnahmeinstrumente. Aber noch einmal: Besonders wichtig ist die unterschiedliche Entnahmetechnik. Bei der FUE Methode erfolgt die Gewinnung der Haarfollikel sozusagen „blind“. Dort wo sich ein Haarrest in der großflächig kurz geschnittenen Region des Hinterkopfes zeigt, dringt das Instrument in die Haut ein und der Chirurg soll die Wuchsrichtung des Haares, den Einstellwinkel und die Eindringtiefe genau anpassen. Bedingungen, die wechselhaft und regional unterschiedlich sind und laufend kontrolliert und korrigiert werden müssen.
Es ist fast die Regel, dass die Verlustrate an Haarfollikeln proportional mit der Größe der Behandlung wächst und somit die Spenderkapazität – das eigentliche Kapital bei der Haartransplantation – negativ beeinflusst. FUE ist definitiv eine arbeits- und zeitintensive Methode und sollte nur unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen durchgeführt werden.
Die STRIP Technik dagegen stellt sicher, dass der ganze Entnahmeprozess unter visueller Kontrolle durchgeführt wird. Auch ist es möglich eine größere Anzahl von Haaren zu transplantieren. Je nach Wachstumsdichte ist die Entnahme von 4ooo – 7ooo Haarfollikeln zu erreichen, während allein schon die Hälfte bei der FUE Technik ein großer, schwieriger und zeitintensiver Eingriff ist. Andererseits ist es jedoch von Vorteil, dass die FUE Methode zur Gewinnung der Haarwurzeln um Bereiche erweitert wird die für eine Streifenentnahme nicht geeignet sind.
Von Bedeutung ist auch die Zeit der Rekonvaleszenz nach der Operation. Während bei der STRIP Entnahme die Nahtlinie sofort durch das oberhalb liegende Haar - es genügen wenige mm Länge - abgedeckt ist, wird bei der FUE Methode der Hinterkopf großflächig rasiert und kann mit dem verbliebenen Resthaar nicht abgedeckt werden. Es vergehen einige Wochen , bis die Entnahmeregion wieder behaart ist.
Kurz zusammengefasst kann festgestellt werden:
- Beide Methoden – STRIP und FUE beinhalten weltweit gebräuchliche und ausgereifte Techniken, um über die benötigten Follikel/Grafts zur Haartransplantation zu verfügen.
- Bei der „Kosten/Gewinnrechnung“ ist die STRIP Methode (FUT/FUI) eindeutig von Vorteil.
- In beiden Fällen braucht man kurze oder längere Haare, um die Entnahmestellen zu verdecken. Das bedeutet einen mehr oder weniger langen Zeitraum, in dem Entnahmeregion auffällig bleibt.
- FUE ist besonders für die Patienten geeignet, die keine lineare Narbe haben möchten.
- FUE empfiehlt sich vor allem für Patienten mit kleineren Behandlungsflächen, die nicht so viele Transplantate benötigen.
Alle diese Aspekte sollten bei der Planung und Wahl der Methode berücksichtigt werden. Aber zu bedenken ist auch, dass der chirurgische Eingriff zwar von wesentlicher Bedeutung für die gesamte Behandlung ist, aber nicht der einzige Faktor für ein optimales Endergebnis. In jedem Fall ist eine umfassende, fachliche und seriöse Beratung zur Entscheidungsfindung erforderlich. Bei der HaarMedic ist das eine selbstverständliche Maßnahme.
HaarMedic bietet Ihnen beide Methoden an!
Wir haben 1995 als erste Klinik in Polen eine Transplantation mit der STRIP-Methode durchgeführt - 2006 begannen wir mit der FUE-Methode
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Der Follicular Unit Extractor ist das neueste Gerät für die mechanische Entnahme von Follikel-Einheiten. Es ist z.Zt. das einzige derartige Gerät in Polen und eines der wenigen modernen Geräte in ganz Europa. Seine Parameter können an die individuelle Qualität der Kopfhaut und der Haarfollikel angepasst werden. Frühere Methoden haben die Operation verlangsamt und die Haut im Spendenbereich beschädigt. In den letzten Jahren hat Medical Hair / HaarMedic die FUE-Methode modifiziert. Seit 2010 wurde mit dem Follicular Unit Extractor die Effizienz, verglichen mit der früheren Pfropfen-Methode, erheblich gesteigert.
Es gibt nur wenige Kliniken in Europa die im Besitz einer solchen Anlage sind. In den meisten Kliniken werden die Haare per Hand entnommen, was nicht nur die Qualität mindert sondern die Behandlungszeit verlängert und zu schlechteren Endergebnissen führt. Auch kann man nur eine kleinere Anzahl von Haarfollikeln pro Sitzung transplantieren.

Der Chirurg während der Operation mit der FUE Haartransplantations-Methode
Dank modernster Technik können inzwischen 2000 bis 3000
Haare pro Sitzung transplantiert werden
2006:
2006, Follikel Unit Transplantation - dermatologische Entnahme
2008:
2008/2009 zweistufige Propfungs-Methode SAFE nach Dr. Harris - www.hsccolorado.com
2010:
Seit 2010 - Follicular Unit Extractor
Diese Informationen sollen nur einen groben Überblick über die Methoden liefern. Genauere Informationen bekommen Sie von uns bei Ihrem Informationsgespräch. Wir freuen uns auf Sie ! Ihr HaarMedic-Team Hamburg

Patient A - nach der Follikel-Entnahme mit der FUE-Methode

Patient A - einige Monate nach der Operation

Patient B - nach der Follikel-Entnahme mit der FUE-Methode

Patient B - einige Monate nach der Operation

Patient C - nach der Follikel-Entnahme mit der FUE-Methode

Patient C - ein Jahr nach der Operation



